„Maßgeschneidert für OWL“

Volksbank Minden und Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold setzen zukunftsweisendes Bank-Konzept um

Minden/Paderborn. Die Volksbank Minden und die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold wollen in Zukunft gemeinsame Wege gehen. Für beide Häuser ist der Schritt ein wichtiges strategisches Zukunftsprojekt. „Damit heben wir ein zukunftsweisendes genossenschaftliches Bank-Konzept für OWL aus der Taufe“, freuen sich Axel Breitschuh, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Minden, und Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold. Das neue Haus soll zukünftig den Namen „VerbundVolksbank OWL“ tragen. „Dahinter steht eine leistungsstarke genossenschaftliche Universalbank. Diese ist maßgeschneidert für den heute relevanten Wirtschaftsraum, in dem wir gemeinsam zu Hause sind und der uns als Regionalbanken schon lange fordert. Unsere Identität ist ostwestfälisch-lippisch, wir denken in OWL und haben ein unverwechselbares Geschäftskonzept, das absolut dezentral, auf die jeweilige Region in OWL ausgerichtet ist“, fasst Bittihn zusammen.

Freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit (v. l.): Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender der Volksbank
Paderborn-Höxter-Detmold, und Axel Breitschuh, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Minden.

„Höchstmögliche regionale Identität“

Höchstmögliche regionale Identität, erlebbare Individualität in der Kundenwahrnehmung und hohe betriebswirtschaftliche Effizienz durch die Bündelung der Kräfte – dies sind die Ziele der neuen „VerbundVolksbank OWL“, die zum Start mit fünf Zweigniederlassungen und den dazugehörigen Filialen in den einzelnen Regionen vor Ort präsent sein wird, konkret mit:

  • der Volksbank Minden,
  • der Volksbank Paderborn,
  • der Volksbank Höxter,
  • der Volksbank Detmold,
  • und dem „Bankverein Werther“ in Bielefeld und Werther.

„Wir bewahren unsere geschäftspolitische Eigenständigkeit, bleiben vor Ort die Volksbank Minden und können so die Tradition unseres Hauses fortführen. Zugleich erhalten wir durch die ‚VerbundVolksbank OWL‘ eine ganz neue Leistungskraft und Entscheidungskompetenz vor Ort“, bringt Breitschuh den Vorteil des Zusammenschlusses auf den Punkt. Beide Banken seien betriebswirtschaftlich sehr gut aufgestellt und in einer komfortablen Ausgangsposition. „Im Mittelpunkt der Fusion steht das Ziel, bei Kontinuität in der Beratung und Betreuung Wachstum zum Wohle unserer Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Dafür brauchen wir vor allem gute Mitarbeiter. Und selbstverständlich bleiben auch unsere Standorte erhalten. Insofern dient diese Fusion ganz und gar nicht dazu, Kostensynergien zu heben. Wir treffen uns auf Augenhöhe und gestalten gemeinsam aus einer Position der Stärke heraus unsere Zukunft.“

Auch Dr. Georg Böcker, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Minden, ist von dem neuen Bank-Konzept überzeugt: „Die Volksbank Minden baut damit ihre Wettbewerbsposition deutlich aus und sichert diese für die Zukunft ab. Die Fusion ist ein deutliches Signal: Auf uns kann die Region Minden zählen. Wir investieren in die Region und übernehmen damit Verantwortung im Sinne unseres genossenschaftlichen Förderauftrages.“

Als mittelgroße Genossenschaftsbank habe sich die Volksbank Minden in den vergangenen Jahren in ihrem Geschäftsgebiet sehr erfolgreich entwickelt. Allerdings verspüre man mittlerweile echte Wachstumsgrenzen, vor allem im gehobenen Bankgeschäft. „Mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold haben wir den idealen Partner für eine nachhaltige Wachstumsstrategie gefunden. In unserer Geschäftsphilosophie, unseren Kulturen und unserem Anspruch an Kundennähe sind wir auf einer Wellenlänge“, macht Breitschuh deutlich. Ziel sei es, neue Leistungsangebote insbesondere für das anspruchsvolle Privat- und Firmenkundengeschäft zu etablieren und damit die Beziehungen zu den Mitgliedern und Kunden weiter auszubauen, aber auch neue Kundengruppen für die Bank zu interessieren.

Bernd Seibert, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, versprach, dass die gemeinsame Bank in Minden genauso wie in den Regionen Paderborn, Höxter, Detmold und Bielefeld/Werther hier eine Vorreiterrolle übernehmen werde. „Als Heimatbank sind wir teilweise seit mehr als 150 Jahren in der Region verwurzelt. Daraus ergibt sich für uns eine besondere Verpflichtung, Motor und Impulsgeber für den Wirtschaftsraum insgesamt zu sein und dabei gleichermaßen die Besonderheiten und Entwicklungen in den einzelnen Kreisen zu berücksichtigen. In diesem Sinne wollen wir als Hausbank für die jeweilige Region Maßstäbe setzen und Entwicklungen vorantreiben.“

„Erwartungen des Marktes können sofort bedient werden“

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold ist bereits heute in fünf von sieben OWL-Kreisen und zudem in den beiden Oberzentren Paderborn und Bielefeld vertreten. „Schon jetzt gibt es keine zweite Regionalbank, die den ostwestfälischen Wirtschaftsraum so breit und so differenziert abdeckt wie wir“, sagt Bittihn. Mit einem wachstumsstarken Geschäftskonzept hat sich die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold in den vergangenen Jahren ein hoch differenziertes, auf den Wirtschaftsraum zugeschnittenes Leistungsprofil erarbeitet. „Im Sinne des überaus starken Mittelstandes, der unsere Region prägt, haben wir unser Haus konsequent auf die sich verändernden Anforderungen ausgerichtet“, erklärt Bittihn. Heute sei die Bank in der Lage, alle Kunden aus eigener Kraft zu bedienen – Privatkunden genauso wie den Handwerksbetrieb bis hin zum inhabergeführten Familienunternehmen, das auf den Weltmärkten unterwegs ist. „Die Region Minden besitzt eine hohe Wirtschaftskraft und ist Heimat vieler namhafter Unternehmen. Die Erwartungen des Marktes, insbesondere im anspruchsvollen Privatkundengeschäft und bei den wachsenden mittelständischen Unternehmen, können wir direkt und unmittelbar bedienen“, so Bittihn.

„Mit der ‚VerbundVolksbank OWL‘ heben wir unser bewährtes dezentrales Geschäftsmodell auf eine neue Stufe und arbeiten unser regionales Profil noch stärker heraus. Mit Blick auf den anhaltenden Niedrigzins behaupten heute viele, das Dasein als Regionalbank sei Schicksal. Dies sehen wir nicht so. Wir verstehen unser Geschäftsmodell als Chance. Denn wir sind überzeugt davon, wenn sich eine Regionalbank komplett auf die Region einlässt und mit einem hoch qualifizierten, auf die Region zugeschnittenen Leistungsangebot agiert, wird sie trotz der aktuellen Herausforderungen wie Niedrigzins, Regulatorik, Demografie und Digitalisierung erfolgreich sein“, so Bittihn. Dies beweise unter anderem das Wachstum des Kundenvolumens der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold allein in den Jahren 2010 bis 2015 um 1,7 Milliarden Euro.

95 Standorte in sechs von sieben OWL-Kreisen

Mit einer Bilanzsumme von 5,8 Milliarden Euro wird die „Verbund-Volksbank OWL“ mit Unternehmenssitz in Paderborn – wie heute die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold – die Position als führende genossenschaftliche Regionalbank im Wirtschaftsraum OWL besetzen. Sie unterhält 95 Standorte in den Regionen Minden, Paderborn, Höxter, Lippe, Bielefeld sowie Werther.

Die bisherigen Mitglieder des Vorstandes der Volksbank Minden, Axel Breitschuh und Uwe Hagemeyer, werden nach der Fusion in den Vorstand beziehungsweise in die erweiterte Geschäftsleitung des Gesamtinstituts wechseln und weiterhin die Verantwortung für die Region Minden übernehmen. Darüber hinaus bestehen im Gesamtvorstand folgende regionale Verantwortlichkeiten:

  • Region Paderborn – Dr. Friedrich Keine und Karl-Heinz Rawert
  • Region Detmold – Günter Vogt (stellvertretender Vorstandsvorsitzender)
  • Region Höxter – Rudolf Jäger
  • Region Bielefeld/Werther – Dr. Ulrich Bittihn
     

Außerdem gehört Ansgar Käter zum Vorstandsteam. In seiner Verantwortung für die Marktfolge ist er für alle Regionen tätig.

Anfang 2017 werden die Vertreterversammlungen der Volksbank Minden und der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold endgültig über den Zusammenschluss entscheiden.

Die zukünftige VerbundVolksbank OWL

   

 

 

15. Dezember 2016