„VerbundVolksbank OWL auf gutem Weg“

Vorstand und Aufsichtsrat der Fusionspartner ziehen erstes positives Fazit

Minden/Paderborn. Ende der vergangenen Woche haben die Volksbank Minden und die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold ihre Fusionspläne bekanntgegeben. Nach den ersten gemeinsamen Schritten in der Öffentlichkeit zogen Vorstand und Aufsichtsrat der beiden Institute – Axel Breitschuh, Dr. Ulrich Bittihn, Dr. Georg Böcker und Bernd Seibert – am 21. Dezember in einem Pressegespräch in Minden ein positives Zwischenfazit. „Die VerbundVolksbank OWL ist auf den Weg gebracht“, freuten sich die Fusionspartner.

Insgesamt sind Vorstand und Aufsichtsrat mit der bisherigen Resonanz auf den neuen Ansatz zufrieden. Besonders freut sich Bittihn, dass sich auch benachbarte Volksbanken aus dem angestammten Geschäftsgebiet der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold sowie auch Geno-Institute aus dem gesamten Bundesgebiet dazu positiv und anerkennend geäußert haben. Dieses Modell sei auch auf andere Regionen gut übertragbar.

„Vertreter nehmen ihre Verantwortung wahr“

Am Montagabend hatte die Volksbank Minden zu einer Vertreterinformationsveranstaltung in das Victoria Hotel eingeladen. Rund 100 der 180 Vertreter waren gekommen, um mehr über die strategischen Optionen und Zukunftspläne ihrer Volksbank zu erfahren. „Die überdurchschnittliche Beteiligung spricht für sich. Sie beweist, dass unsere Eigentümer ihre Verantwortung für die Volksbank Minden wahrnehmen“, betonte Breitschuh. An diesem Abend sei viel und ausführlich diskutiert worden. „Im Verlauf der Veranstaltung haben wir eine positive Grundstimmung wahrgenommen. Gleichermaßen wurden einzelne Aspekte auch durchaus hinterfragt.“ Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Minden sind froh darüber, dass sie von ihren Eigentümern ein so breites Meinungsbild erhalten haben. „Diese Offenheit entspricht dem guten Miteinander von Vorstand, Aufsichtsrat und Vertreterversammlung“, sagte Breitschuh.

„Positive Resonanz hat uns bestärkt“

Dr. Georg Böcker, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Minden, sieht in der insgesamt positiven Resonanz auf den Montagabend einen wichtigen Meilenstein für das Zukunftsprojekt: „Der Austausch mit den Vertretern hat uns darin bestärkt, die angekündigten Schritte für die geplante Fusion weiter vorzubereiten und unsere Zukunftspläne in einer außerordentlichen Vertreterversammlung zu Beginn des neuen Jahres zur Entscheidung vorzulegen.“

„VerbundVolksbank OWL bietet beste Perspektiven“

Der aktuelle Diskussionsstand sei auch das Ergebnis der guten Vorbereitung. „Zum einen haben externe Gutachter alle strategischen Optionen, auch die naheliegenden, nach objektiven Kriterien bewertet. Und auch der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit den Möglichkeiten beschäftigt und sich einstimmig für die Fusion mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold ausgesprochen. Sowohl Aufsichtsrat als auch die unabhängigen Experten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die VerbundVolksbank OWL die besten Zukunftsperspektiven für die Volksbank Minden bietet“, erläuterte Böcker.

Verschmelzungsvertrag setzt Anforderungen voll um

Die Anforderungen an eine Fusion hatten Vorstand und Aufsichtsrat laut Böcker unmissverständlich formuliert: „Von Beginn an war klar, dass wir nur mit einem Partner zusammengehen, der unsere Forderungen akzeptiert und auch glaubwürdig erfüllen kann. Der Vorstand hatte den Auftrag, dafür zu sorgen, dass unser Name, unsere Unternehmenskultur, unsere regionale Identität, unsere Arbeitsplätze und Bankstellen, unsere Mitgliederversammlungen und unsere eigenständige Geschäftspolitik erhalten bleiben.“ Dies sei gelungen, wie Breitschuh erklärte: „All diese Aspekte sind in der Tat im Verschmelzungsvertrag umgesetzt und abgesichert. So ist beispielsweise darin ganz klar festgehalten, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird und dass die Verschmelzung auch weiterhin die kundenorientierte, dezentrale Ausrichtung mit größtmöglicher persönlicher Nähe zu den Mitgliedern und Kunden sowie eine Wachstumsstrategie gewährleistet.“ Eckpunkte dafür seien eine hohe Entscheidungsgeschwindigkeit, ein flächendeckendes Filialnetz und dezentrale Kompetenzzentren in Minden genauso wie in Paderborn, Höxter, Bielefeld und Detmold.

„Unsere Anforderungen werden perfekt in der VerbundVolksbank OWL umgesetzt. Dazu gehört selbstverständlich, dass der Vorstand die Verantwortung für die Region Minden auch in der zukünftigen VerbundVolksbank OWL tragen und die Geschicke der Bank hier vor Ort bestimmen wird“, sagte Breitschuh.

„Mitarbeiter sind Herzensangelegenheit“

Der Verschmelzungsvertrag habe auch den Betriebsrat überzeugt, was Breitschuh besonders freut: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, alle unsere Mitarbeiter mitzunehmen. Der Betriebsrat war von Beginn an eingebunden und unterstützt aus voller Überzeugung unser Vorhaben, gerade vor dem Hintergrund der abgesicherten Arbeitsplätze und Perspektiven, die sich für unsere Mitarbeiter in der zukünftigen VerbundVolksbank eröffnen.“

„Fusionsgutachten bestätigt Sinnhaftigkeit“

Auch das Fusionsgutachten, das der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband, Münster, in Zusammenarbeit mit dem Genossenschaftsverband, Frankfurt, gerade erstellt hat, bestätige die Sinnhaftigkeit des Zusammenschlusses. „Im Ergebnis wird darin ausdrücklich festgehalten, dass die Verschmelzung der beiden Institute mit den Mitglieder- und Gläubigerinteressen vereinbar ist“, erklärte Bittihn. Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass es bei der Fusion nicht um Zentralisierung und die Hebung von Synergien (Personalabbau) gehe, sondern um nachhaltiges Wachstum im Kundengeschäft. Die heutige starke Position im breiten Privatkundengeschäft, in dem die Volksbank Minden ihre Nische gefunden habe, bleibe selbstverständlich erhalten. „Die Volksbank Minden behält ihre geschäftspolitische Eigenständigkeit und wird ihre Tradition vor Ort weiterführen. Zugleich ergibt sich aber durch die VerbundVolksbank OWL eine ganz neue Leistungskraft und Entscheidungskompetenz vor Ort.“

Die zukünftige VerbundVolksbank OWL will vor allem mit Qualität, Leistung und einzigartiger Kundennähe überzeugen. „Wir wollen und werden nicht über den Preis wachsen. Dies entspricht in keinster Weise unserer Philosophie“, so Bittihn. Zur Umsetzung des dezentralen Konzepts in Minden erklärte der Vorstandsvorsitzende: „Herr Breitschuh und Herr Hagemeyer werden wie bisher auch die dezentrale Verantwortung für den Markt und die Marktfolge haben. Das heißt, die Gesprächspartner und Entscheider sitzen vor Ort, verfügen aber dann über ein Vielfaches der heutigen Entscheidungskompetenzen. Dies erhöht die Schnelligkeit und damit die Schlagkraft der Volksbank Minden in ihrer Heimatregion.“

Insbesondere in der Kundenbetreuung soll die Zahl der Mitarbeiter deutlich aufgestockt werden. „Wir freuen uns schon heute über jede Bewerbung und erst recht nach den Fusionsbeschlüssen. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben wir unsere Beraterkapazitäten um 13 Prozent erhöht“, so Bittihn.

„Dezentrales Geschäftsmodell als Erfolgsmodell“

Auch Bernd Seibert, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, bestätigte die Wirksamkeit und Kraft des dezentralen Ansatzes: „Wir haben mit unserem Geschäftsmodell sehr gute Erfahrungen gemacht. Es ist ein Prinzip unseres Hauses, dass die Verantwortung in der Region liegt und wir Dezentralität nachhaltig leben. Deshalb haben wir im Übrigen auch so einen großen Vorstand. Dieser ist bewusst erster Gesprächspartner für unsere Mitglieder und Kunden in der jeweiligen Region.“ Die dezentrale Ausrichtung der Bank sei fest in der Strategie verankert und werde es auch in Zukunft bleiben.

Die Vertreterversammlungen der beiden Institute werden Anfang des neuen Jahres über die Fusion entscheiden.

21. Dezember 2016