Volksbank zeigt Stärke

  • Erneut überdurchschnittliches Wachstum im Kundengeschäft
  • Mehr als 3,7 Millionen Euro Dividende für Mitglieder

(v. l.): Die Vorstandsmitglieder Rudolf Jäger, Günter Vogt, Friedrich Keine, Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Seibert, Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn sowie die Vorstandsmitglieder Ansgar Käter und Karl-Heinz Rawert.

Paderborn/Höxter/Detmold. Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold hat „den widrigen geldpolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen“ auch im Geschäftsjahr 2015 getrotzt und ihren seit Jahren anhaltenden Wachstumskurs konsequent fortgesetzt. Eine derart stabile Entwicklung als Ausdruck der Stärke und Solididät der größten Volksbank in der Wirtschaftsregion sorgte auch bei den Mitgliedervertretern für Stolz. Sichtlich beeindruckt von dem guten Ergebnis, genehmigten sie jetzt in der Vertreterversammlung den Jahresabschluss 2015 mit einstimmigen Beschlüssen. „Werte schaffen Werte. In diesem Sinne haben wir wieder ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen und im Kundengeschäft weiter Marktanteile gewonnen. Sowohl im Kredit- wie im Einlagengeschäft liegen wir mit unserem Wachstum über alle Kundengruppen und Regionen hinweg erneut deutlich über dem Branchendurchschnitt. Dies spricht vor allem auch für eine prosperierende Wirtschaftsregion“, machte Vorstandsvorsitzender Dr. UIrich Bittihn deutlich.

Vorwärtsstrategie sichert Erfolgskontinuität

Potenzialregionen und Potenzialgeschäftsfelder konsequent und strategisch zu erschließen, ist einer der Erfolgsfaktoren der genossenschaftlichen Regionalbank, die gleichermaßen auf Dezentralität und ein starkes Netzwerk in der Region wie auch auf vernetzte Kompetenz für alle Kundengruppen setzt. Die Erfolgskontinuität seines Hauses begründet Dr. Bittihn mit der „Vorwärtsstrategie“ und dem wachstumsstarken Geschäftskonzept seines Hauses, das „Perfektion in der Manufaktur“ und „Perfektion in der Serie“ miteinander verbindet. „Hochindividuell in der persönlichen Beratung, unkompliziert und schnell wie das Internet im Service, effizient in der Abwicklung“, bringt der Vorstandsvorsitzende den Anspruch der Volksbank auf den Punkt. „Unter diesem Leitgedanken haben wir viele verschiedene Fähigkeiten unter einem Dach zusammengebracht und miteinander vernetzt, kurz: unser Haus für unsere Wirtschaftsregion maßgeschneidert.“

Auf „Perfektion in der Serie“ setzt die Volksbank vor allem in den Bereichen, in denen schneller und unkomplizierter Service gefragt ist. Eine wichtige Säule dabei und die mittlerweile größte Filiale – bezogen auf die Anzahl der Mitarbeiter – ist der hauseigene Kundenservice. Rund 40 Mitarbeiter nahmen 2015 mehr als 430.000 Kundenanrufe entgegen und erledigten Kundenaufträge im Tagesgeschäft direkt und schnell am Telefon.

Für die „Perfektion in der Manufaktur“ stehen insbesondere die individuellen Dienstleistungen der Volksbank in der ganzheitlichen Beratung, die Kompetenzzentren mit ihrer hoch fachlichen Beratung, beispielsweise für „Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“, „Internationales Geschäft“, „Zins- und Währungsmanagement“ und „Zahlungssysteme“, die Teams „Private Banking“ und „Freie Berufe“, die Immobilientöchter, aber auch die Zweitmarke „Bankverein Werther“ im Oberzentrum Bielefeld und seit 2015 der unabhängige Vermögensverwalter „Werther und Ernst“, an dem die Volksbank mit 70 Prozent beteiligt ist.

7,9 Prozent Kreditwachstum

Die Kundenkredite legten im Geschäftsjahr 2015 über alle Kundengruppen hinweg überdurchschnittlich um 7,9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu (Verbandsdurchschnitt: plus 5,3 Prozent). Das Volumen der neu herausgelegten Kredite erhöhte sich insgesamt um 15,2 Prozent auf knapp eine Milliarde Euro. Wachstumsträger waren insbesondere die Unternehmensfinanzierung, Kredite für Investitionen in erneuerbare Energien und die langfristigen Baufinanzierungen. So stiegen die Kredite an Unternehmen um 9,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Bestand an Krediten für Investitionen in erneuerbare Energien erhöhte sich insgesamt um 33 Prozent auf 560 Millionen Euro. Das Kreditgeschäft mit Privatkunden war insbesondere von einem neuen Rekordwachstum bei den Baufinanzierungen geprägt. Das Neugeschäftsvolumen belief sich auf 307 Millionen Euro (plus 12,5 Prozent).

Plus von 5,4 Prozent bei Kundeneinlagen

Die Kundeneinlagen stiegen um 5,4 Prozent auf mehr als 3,6 Milliarden Euro (Verbandsdurchschnitt: plus 3,3 Prozent). Das betreute Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen (Depots, Guthaben bei Versicherungen und Bausparguthaben) – kletterte um 8,5 Prozent auf rund 5,6 Milliarden Euro.

Mit einer Bilanzsumme von 4,9 Milliarden Euro (plus 7,3 Prozent) gehört die Volksbank weiterhin zu den zehn größten Volksbanken Deutschlands.

Weiterhin überdurchschnittliches Ergebnis

„Der anhaltende, politisch gewollte Niedrigzins beschleunigt eine Ertragserosion, der wir nur durch ein überdurchschnittliches Wachstum im Kundengeschäft begegnen können. Dies ist uns im Geschäftsjahr 2015 erneut gelungen“, bewertete Dr. Bittihn die Ertragsentwicklung 2015.

Aufgrund dieses sehr guten Wachstums im Kredit- und im Einlagengeschäft erhöhte sich der Zinsüberschuss um 1,3 Millionen Euro auf 99,1 Millionen Euro.

Der Provisionsüberschuss weitete sich um 2,5 Millionen Euro auf 33,1 Millionen Euro aus. Impulsgeber für das nachhaltige Wachstum im Provisions- und damit zinsunabhängigen Geschäft waren erneut die Kompetenzzentren der Volksbank, insbesondere für „Internationales Geschäft“, „Zins- und Währungsmanagement“, „Zahlungssysteme“ und Private Banking.

Trotz des ausgeprägten Wachstums stieg der Sachaufwand nur geringfügig auf 31,3 Millionen Euro. Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,2 Millionen Euro auf 47,8 Millionen Euro. Dies begründet sich zum einen in Tarifsteigerungen. Zum anderen hat die Volksbank elf neue Arbeitsplätze geschaffen und die Anzahl ihrer Mitarbeiter von 850 auf 861 erhöht.

Das Geschäftsjahr 2015 hat die Volksbank mit einem ordentlichen Teilbetriebsergebnis von 1,03 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme abgeschlossen. „Mit unserem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden und weiterhin überdurchschnittlich unterwegs. Damit können wir erneut deutlich unsere Eigenkapitalbasis stärken und uns für die weiter steigenden, anspruchsvollen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III rüsten. Vor diesem Hintergrund sind wir in Zukunft umso mehr gefordert, als Kundenbank weiter zu wachsen und unsere Ertragskraft zu sichern“, so Bittihn.

Insgesamt hat die Volksbank 24,4 Millionen Euro in die Rücklagen eingestellt. Die Gesamtkapitalquote liegt bei 12,4 Prozent.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erreichte 36,9 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss ging leicht von 13,9 Millionen Euro auf 13,7 Millionen Euro zurück.

Mehr als 3,7 Millionen Euro für Mitglieder

Den 105.850 Mitgliedern kommt der Erfolg in Form der Dividende zugute. Sie erhalten insgesamt 5,5 Prozent auf ihre Anteile. Damit schüttet die Volksbank aus ihrem Bilanzgewinn mehr als 3,7 Millionen Euro aus.

Fünf-Milliarden-Euro-Grenze überschritten

Auch im neuen Geschäftsjahr setzt die Volksbank ihren Wachstumskurs fort. Bereits in den ersten vier Monaten legten die Kredite um drei Prozent zu, die Einlagen erhöhten sich um 2,2 Prozent. Zudem übersprang die Bilanzsumme erstmals die fünf-Milliarden-Euro-Grenze. Bittihn sieht bei allen Herausforderungen, die Niedrigzins, Regulatorik und Digitalisierung mit sich bringen, sein Haus gut für die Zukunft gerüstet: „Wir sind eine starke genossenschaftliche Regionalbank, deren Wert die Menschen in unserer Wirtschaftsregion schätzen. Wir werden alles daran setzen, unser Profil weiter zu schärfen, Marktanteile zu gewinnen und für unsere Mitglieder und Kunden zu wachsen.“

Stephan Prinz zur Lippe neu im Aufsichtsrat

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat bestätigte die Vertreterversammlung Gabriele Schäfers (Paderborn), Michael Friemuth (Paderborn) und Karl-Heinz Huneke (Horn-Bad Meinberg) die für weitere drei Jahre im Kontrollgremium. Aufsichtsratsmitglied Heinrich Kemper (Lage) wurde nach zwölf Jahren wegen Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat verabschiedet und für seine besonderen Verdienste mit der Ehrennadel der Volksbank ausgezeichnet.

Bei den Neuwahlen hat die Volksbank den Aufsichtsrat wieder hochkarätig komplettiert. Die Vertreterversammlung wählte Stephan Prinz zur Lippe (56), geschäftsführender Gesellschafter der Kanzlei Prinz zur Lippe Rechts- und Steuerberatungsgesellschaft mbH, Detmold, in das 18-köpfige Kontrollgremium.

 

20. Mai 2016