Neue Fördermöglichkeiten für Neubau und Sanierung

Ulrich Windgassen informiert über umfassende Änderungen für Privat- und Unternehmenskunden seit dem 1. Juli 2021

Herr Windgassen, wie kam es dazu, dass die Bundesregierung die Förderung für den Bau und die Sanierung energieeffizienter Gebäude weiterentwickelt hat?

Der Klimaschutz ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit und fängt gewissermaßen zu Hause an – bei der Heizung, den Fenstern oder dem Dach. Schließlich bilden energetische
Maßnahmen an Gebäuden einen wichtigen Baustein, um weniger Energie zu verbrauchen und damit den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 zu verringern. Etwa 25 Prozent unseres CO2-Ausstoßes fallen allein durch Gebäude und ihre Energieversorgung an. In diesem Bereich steckt also großes Energiesparpotenzial. Um noch mehr Anreize für den Bau oder die Sanierung energieeffizienter Gebäude zu schaffen, wurde die staatliche Förderung zum 1. Juli 2021 als „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (kurz: BEG) unter einem Dach zusammengefasst und neu aufgestellt.

An wen richtet sich die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG)?

Die Fördermöglichkeiten gelten für den Neubau oder die Sanierung sowohl von Wohngebäuden wie etwa Eigentumswohnungen und Ein- und Mehrfamilienhäusern als auch von Nichtwohngebäuden wie Büro- und Industrieimmobilien, kommunalen Gebäuden oder Krankenhäusern. Die dritte Säule bilden Einzelmaßnahmen zur Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Jeder, der mit geeigneten Maßnahmen einen Beitrag zur CO2-Reduktion leistet, kann von der neuen Förderung profitieren – vom privaten Eigenheimbesitzer bis zum großen Unternehmen. Die Bundesförderung bringt damit insbesondere für unsere Unternehmenskunden wichtige Verbesserungen für die Finanzierung ihrer Bau- und Sanierungsvorhaben.

Wie profitieren Interessenten konkret von der Förderung?

Ein zentraler Baustein der BEG-Förderung sind Zuschüsse. Die Förderkredite der KfW sind mit einem sogenannten Tilgungszuschuss ausgestattet. Dieser reduziert die Summe, die unsere Kunden an den Kreditgeber zurückzahlen müssen. Somit können Interessenten nicht nur von stark vergünstigten Zinssätzen, sondern auch von einer erheblich schnelleren Tilgung ihres Kredits profitieren. Je nach Vorhaben wurden die Tilgungszuschüsse im Rahmen der BEG im Vergleich zur „alten“ Förderung, die am 30. Juni 2021 ausgelaufen ist, dabei wesentlich erhöht. Zudem wurden insbesondere im Bereich der Nichtwohngebäude die Obergrenzen der förderfähigen Kosten deutlich angehoben. In Kombination mit den individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenen Angeboten unserer Bank ergeben sich so attraktive Finanzierungsmöglichkeiten. Für Interessenten, die über ausreichendes Eigenkapital verfügen und keinen Förderkredit in Anspruch nehmen möchten, kann sich die Beantragung eines separaten Investitionszuschusses lohnen. Hierbei erhalten sie einen Teil der Investitionskosten zurückerstattet, wenn sie bei der Umsetzung ihres Vorhabens die Förderbedingungen eingehalten haben.

Ulrich Windgassen
Ulrich Windgassen ist Kundenberater Unternehmen bei der
Volksbank Paderborn, Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL.
Zudem leitet er das hauseigene Kompetenzfeld „Mittelstand“.

Was ist bei der Beantragung der neuen Fördermöglichkeiten zu beachten?

Die Förderprogramme werden von der staatlichen Förderbank KfW sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angeboten. Wie bisher wird auch bei der BEG-Förderung
gelten: Die zinsgünstigen Förderkredite der KfW beantragen die Kunden nicht direkt, sondern weiterhin über uns als ihre Heimatbank. Ein weiterer Vorteil: Künftig müssen Interessenten nur noch einen einzigen Antrag stellen – darin enthalten sind auch die Fachplanung und die Baubegleitung. Für die Fachplanung und die Baubegleitung sind Experten für Energieeffizienz einzubinden, wobei die Kosten ebenfalls gefördert werden.

Wie gestaltet sich der zeitliche Ablauf?

Generell gilt: Die Antragstellung muss vor Beginn der ersten Umsetzungsmaßnahme erfolgen. Gleiches gilt für die Einbindung der Bank. Daher sollten unsere Privat- und Unternehmenskunden sowie Interessenten sich frühzeitig individuell beraten lassen. So können sie die bestmögliche Förderung für ihr Vorhaben herausholen und von unserer kompetenten Unterstützung bei der Beantragung der Fördermittel profitieren.

Wie unterstützt die VerbundVolksbank OWL bei der Beantragung von Fördermitteln?

Das Fördermittelgeschäft ist eines der diesjährigen Kernthemen unseres hauseigenen Kompetenzfeldes „Mittelstand“. Unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater verfügen über langjährige Erfahrung in diesem Bereich und bieten so eine hohe fachliche Expertise. Ein persönliches Gespräch mit dem Kunden steht für uns an erster Stelle, um ein passgenaues Angebot zu erstellen. Dabei binden wir insbesondere bei komplexen Finanzierungen im Bereich der Büro- und Industrieimmobilien gezielt Fachexperten von der DZ BANK mit in die  Kundenberatung ein. Darüber hinaus profitieren Interessenten von unserem ausgeprägten Netzwerk mit Energieberatern und Architekten aus ganz Ostwestfalen-Lippe.

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