„Die VerbundVolksbank OWL ist ein echter Gewinn für die Region Minden“

Uwe Hagemeyer, Axel Breitschuh und Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender

Seit kurzem ist die Volksbank Minden Teil der neuen VerbundVolksbank OWL eG. Diese ist maßgeschneidert für den Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe und wahrt und respektiert zugleich lokale Identitäten. Dafür stehen die Zweigniederlassungen „Volksbank Minden“, „Volksbank Paderborn“, „Volksbank Höxter“, „Volksbank Detmold“ und „Bankverein Werther“. Im Interview erfahren Sie, warum die Fusion die Volksbank und die Region Minden weiterbringt …

Herr Breitschuh, die Volksbank Minden und die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold gehören jetzt zusammen. Warum passen die beiden Institute gut zueinander?

Axel Breitschuh: Mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold haben wir den idealen Partner für eine nachhaltige Wachstumsstrategie gefunden. Beide Banken waren vor der Fusion betriebswirtschaftlich sehr gut aufgestellt und in einer komfortablen Ausgangsposition. In unserer Geschäftsphilosophie, unseren Kulturen und unserem Anspruch an Kundennähe sind wir auf einer Wellenlänge.  

Was bedeutet der Schritt zur VerbundVolksbank OWL für die Region Minden?

Axel Breitschuh: Die VerbundVolksbank OWL eG ist ein echter Gewinn für die Region Minden. Jetzt haben wir ganz neue Möglichkeiten, um in unserer starken Wirtschaftsregion weiter nachhaltig zu wachsen und unsere Position in unserem Heimat-Markt abzusichern. Das hat unsere Vertreter überzeugt. Sie haben mit ihrer Stimme die Volksbank Minden und ihre Tradition für die Zukunft abgesichert sowie unserer Bank zusätzliche Kraft verliehen.

Uwe Hagemeyer: Die Region Minden besitzt eine hohe Wirtschaftskraft und ist Heimat vieler namhafter Unternehmen. Die Erwartungen des Marktes, insbesondere im anspruchsvollen Privatkundengeschäft und bei den wachsenden mittelständischen Unternehmen, können wir direkt und unmittelbar bedienen. Und dies selbstverständlich so, wie man uns kennt: verlässlich und persönlich vor Ort als Volksbank Minden.

Welche Erwartungen hatten Sie an die Fusion?

Axel Breitschuh: Von Beginn an war klar, dass wir nur mit einem Partner zusammengehen, der unsere Überlegungen akzeptiert und auch glaubwürdig erfüllen kann. Der Vorstand hatte den Auftrag, dafür zu sorgen, dass unser Name, unsere Unternehmenskultur, unsere regionale Identität, unsere Arbeitsplätze und Bankstellen, unsere Mitgliederversammlungen und unsere eigenständige Geschäftspolitik erhalten bleiben.

Welche Vorteile ergeben sich für die Mitglieder und Kunden der Volksbank Minden?

Axel Breitschuh: Wir bewahren unsere geschäftspolitische Eigenständigkeit, bleiben vor Ort die Volksbank Minden und können so die Tradition unseres Hauses fortführen. Durch die VerbundVolksbank OWL erhalten wir zugleich eine ganz neue Leistungskraft und Entscheidungskompetenz vor Ort.

Uwe Hagemeyer: Die Volksbank Minden baut damit ihre Wettbewerbsposition deutlich aus und sichert diese für die Zukunft ab. Die Fusion setzt ein deutliches Signal: Auf uns kann die Region Minden zählen. Wir investieren in die Region und übernehmen damit Verantwortung im Sinne unseres genossenschaftlichen Förderauftrages. Dies aber in Zukunft nicht mehr allein, sondern als Teil einer großen Regionalbank – der VerbundVolksbank OWL eG. Als mittelgroße Genossenschaftsbank hat sich die Volksbank Minden in den vergangenen Jahren in ihrem Geschäftsgebiet sehr erfolgreich entwickelt. Allerdings haben wir zuletzt echte Wachstumsgrenzen, vor allem im gehobenen Bankgeschäft, verspürt.

Was bedeutet der Schritt zur VerbundVolksbank OWL?

Dr. Ulrich Bittihn: Mit dem Schritt zur VerbundVolksbank OWL heben wir unser hochdifferenziertes und zugleich hoch dezentrales genossenschaftliches Bank-Konzept, das wir in den vergangenen Jahren entwickelt und stetig perfektioniert haben, auf eine neue strategische Stufe.

Warum ist es gerade jetzt Zeit für die VerbundVolksbank OWL?

Dr. Ulrich Bittihn: Regionen und damit Märkte unterliegen permanenten Veränderungen. Diesen Veränderungen müssen wir uns unternehmerisch vorausschauend stellen – gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Bankenbranche. Nur so können wir auf dem Wachstumspfad bleiben und auch einen Ausgleich zwischen unterschiedlich starken Regionen schaffen. So verstanden, ist Regionalbank nicht Schicksal, sondern Chance. Wir haben für unser Haus die Region OWL als relevanten Markt sukzessive erarbeitet und werden in diesem regionalen Netzwerk auch so wahrgenommen. Doch unser Konzept geht weiter: Es zeigt auf, wie man die Identität einer lokalen Bank erhalten und gleichzeitig die Vorteile eines größeren Regionalinstitutes mit einem hoch differenzierten Leistungsangebot nutzen kann. Dabei leitet uns nicht Größe, sondern der Grundgedanke der Dezentralität als Erfolgsbasis des genossenschaftlichen Geschäftsmodells. Für uns ist Dezentralität ein hohes  Gut, das wir auch als Regionalbank unbedingt sichern wollen.