VerbundVolksbank OWL eG dezentralisiert gegen den Trend

  • Bank nimmt Solitärstellung in OWL ein
  • 20 Millionen Euro Investitionen in Zukunftskonzept
  • Mehr als 100 Spezialisten verstärken Filialteams
  • Bilanzsumme klettert über sechs Milliarden Euro
  • Eine Milliarde Euro neue Kredite
  • Spitzenjahr im Wertpapiergeschäft
  • Gutes Ergebnis auf hohem Vorjahresniveau sichert starke Eigenkapitaldotierung

Machen sich mit der VerbundVolksbank stark für Ostwestfalen-Lippe (v. l.): Ansgar Käter (Ressort Marktfolge), Rudolf Jäger (Volksbank Höxter), Matthias Brandes (Ressort Effizienz & Innovation), Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender (Volksbank Detmold), Dr. Friedrich Keine (Ressort Marktsteuerung/Treasury), Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender (Banksteuerung, Bankverein Werther), Karl-Heinz Rawert (Volksbank Paderborn) und Axel Breitschuh (Volksbank Minden).

Paderborn. Die VerbundVolksbank OWL eG fühlt sich bestens für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet. Das Geschäftsjahr 2017 schließt die führende genossenschaftliche Regionalbank im Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe nicht nur mit einem soliden Wachstum und einem guten Ergebnis auf dem hohen Niveau des Vorjahres ab. „Neben der umfassenden Beratung unserer Kunden haben wir im vergangenen Jahr wichtige Strategiearbeit geleistet und unser Profil geschärft“, betonte Dr. Ulrich Bittihn bei der Bilanzpressekonferenz am 23. Februar in Paderborn. „Unsere Kunden sollen die Individualität, Kompetenz, Schnelligkeit und Persönlichkeit unserer Bank sowohl in ihrem Heimat-Netzwerk wie auch im digitalen Raum wahrnehmen und erleben.“ Dies mache letztlich den Unterschied zu Online-Banken und Fintechs aus, die aus Sicht des Kunden in den Weiten des World Wide Web kaum zu verorten seien.

Nähe zum Kunden gestärkt

Der Vorstandsvorsitzende verwies darauf, dass die VerbundVolksbank OWL eG nicht nur einen neuen Weg eingeschlagen, sondern auch eine Solitärstellung im Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe bezogen habe. „In der Ausprägung der Dezentralität gibt es in den einzelnen Kreisen OWLs kein vergleichbares Institut. Während andere Häuser aus Effizienzgründen Teams und Kompetenzen an zentraler Stelle zusammenziehen oder die Entscheidungskompetenz in irgendeinen Ort in OWL, NRW oder gar Deutschland verlagern, gehen wir bewusst in die entgegengesetzte Richtung und stärken die Nähe zu unseren Kunden. Wir entscheiden in Paderborn, Höxter, Detmold, Minden, Werther oder Bielefeld, denn Wachstum findet vor Ort statt. Davon sind wir fest überzeugt“, so Bittihn. Keine andere Bank sei so für ihre Kunden in der Fläche präsent wie die VerbundVolksbank OWL eG. „Das machen wir fest an der Präsenz von Persönlichkeiten, der Präsenz von Entscheidungskompetenz, der Präsenz von Fachlichkeit, der Präsenz von gleich hoher Leistungskraft in jedem Kreis von OWL. Für all dies steht der Name der VerbundVolksbank“, so Bittihn. Insgesamt investiert die Bank schrittweise – im Zeitraum 2016 bis 2020 – 20 Millionen Euro in die Umsetzung dieses dezentralen Konzepts.

Mit ihren fünf Zweigniederlassungen „Volksbank Paderborn“, „Volksbank Höxter“, „Volksbank Detmold“, „Volksbank Minden“ und „Bankverein Werther“ ist die VerbundVolksbank OWL eG für ihre Kunden in fünf von sechs OWL-Kreisen vor Ort.

Die traditionsreichen Namen stehen für fünf eigenständige regionale Einheiten, für die seit Anfang dieses Jahres jeweils ein Vorstandsmitglied komplett verantwortlich ist.

Im Zuge der Neuausrichtung hat die VerbundVolksbank auch ihre Teams in den Regionen gestärkt und mehr als 100 Spezialisten mit den Schwerpunkten „Gewerbe und Freie Berufe“, „Vermögen“ und „Immobilien“ in den Filialen verankert. „Die Themen, die wir heute für unsere Kunden lösen müssen, werden immer komplexer und erfordern exzellentes Fachwissen. Vor diesem Hintergrund ist ein Großteil der Kundenberater, die bisher zentral an vier Standorten versammelt waren, in die Filialen gewechselt. Außerdem haben sich Berater aus den Filialen in einer Qualifizierungsoffensive für diese Aufgaben weitergebildet. „Letztlich bringen wir mit der höheren Zahl an Spezialisten für unsere Kunden Schnelligkeit und eine noch höhere Beratungsqualität in die Fläche“, so Bittihn.

Spezialisten-Netzwerk in der Fläche

Ergänzt wird das Angebot vor Ort durch Spezialisten aus drei Kompetenzzentren – „Internationales Geschäft“, „Zins- und Währungsmanagement“ und „Zahlungssysteme“ – sowie zehn dezentral organisierten Kompetenzfeldern wie beispielsweise „Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“, „Landwirtschaft“, „Gesundheitswesen“, „Private Banking“ oder „Immobilien“.

Dazu gehört auch das neue Themenfeld „Digitale Wirtschaft und Start-ups“, mit dem sich die VerbundVolksbank im Netzwerk der ostwestfälischen Gründerszene als Bankpartner positioniert. „Als führende genossenschaftliche Regionalbank in OWL sind wir in der komfortablen Situation, dass wir durch unser Netzwerk in der Region Brücken bauen und Initiativen zusammenbringen können. Überall, wo OWL innovativ ist und wo sich eine Gründerszene entwickelt, sind wir natürlich dabei, liefern Impulse und stellen unser Netzwerk zur Verfügung. Mit den wesentlichen Playern  in OWL wie der Founders Foundation, dem Pioneers Club, der SmartFactoryOWL sowie der Garage 33 und dem TecUp arbeiten wir schon seit längerem zusammen“, so Bittihn.

Die Leistungsstärke aus eigener Kraft dokumentieren im Kompetenz-Netzwerk der VerbundVolksbank zudem die Tochterunternehmen OWL Immobilien GmbH, OWL Immobilien Verwaltung GmbH, BV Werther Immobilien GmbH, die OWL Vorsorge und Versicherungsservice GmbH als eigener Makler und die Werther und Ernst Vermögensverwalter GmbH als unabhängiger Vermögensverwalter.

Regionale Verbundenheit, emotionale Nähe, schnelle Entscheidungen, Leistungsstärke aus eigener Kraft und eine perfekte Vernetzung von persönlicher Kundennähe und digitalen Services machen die VerbundVolksbank mit ihren Zweigniederlassungen zu einem führenden und innovativen regionalen genossenschaftlichen Bankpartner in OWL. „Bei uns wird der Kunde erleben, dass wir ihn kennen, sein Geschäftsmodell verstehen, in das regionale Netzwerk eingebunden sind, schnell seine Wünsche bearbeiten und unmittelbar Entscheidungen mit höchster Kompetenzstufe treffen können. Dafür haben wir jetzt optimale Strukturen geschaffen“, unterstrich Bittihn.

Regionale Hausbank digital erleben

Mit diesen Stärken will die VerbundVolksbank auch bei der Digitalisierung überzeugen. „Die Digitalisierung des Bankgeschäfts ist für uns kein Dilemma. Im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells steht die persönliche Beziehung zu unseren Kunden. Gerade deshalb wollen wir als führende genossenschaftliche Regionalbank in Ostwestfalen-Lippe für unsere Kunden neue Maßstäbe in der digitalen Welt setzen“, so Bittihn. 75 Prozent der Kunden mit Girokonto nutzten mittlerweile den Online-Weg zur VerbundVolksbank und der Trend gehe weiter nach oben. Allein 2017 registrierte die Bank zehn Millionen Systemanmeldungen in der Online-Filiale und über Mobile-Banking-Apps.

Um die Digitalisierung professionell voranzutreiben, hat die Bank im vergangenen Jahr die Position eines Chief Digital Officers mit Matthias Brandes besetzt. Er verantwortet seit dem 1. Januar 2018 das neue Vorstandsressort „Effizienz & Innovation“, das für die VerbundVolksbank zu einem echten Wachstumsmotor werden soll. Allein in den nächsten drei Jahren will die Bank in diesem Bereich, in dem neben dem klassischen IT- und Unternehmensservice der mediale Vertrieb sowie das Projekt-, Prozess- und Innovationsmanagement angesiedelt sind, 40 neue Mitarbeiter aufbauen.

„Unser Ziel ist es, unseren Kunden in allen Regionen wie auf allen Zugangskanälen mit dem gleichen Leistungsversprechen zu begegnen. Damit dies gelingt, gilt es, unsere technische Infrastruktur und unsere digitalen Kompetenzen weiterzuentwickeln“, so Brandes. „Viele Kunden wollen heute ihre Bankgeschäfte mit höchstem Komfort erledigen. Deswegen ist es wichtig, dass die Bank ein möglichst breites Angebot von Dienstleistungen auch über die technischen Zugangswege zur Verfügung stellt. Der Kunde soll entscheiden, in welcher Situation er über das Handy, seinen Computer, per Telefon oder die Filiale den Weg in die Bank wählt. Dabei ist es wichtig, dass all diese Kanäle miteinander verbunden sind.“ Eine Schlüsselrolle wird das hauseigene KundenCentrum, das in den vergangenen zwölf Jahren die Kunden ausschließlich per Telefon bedient und beraten hat, spielen. So hat das Team 2017 mehr als 420.000 Kundenanrufe entgegengenommen, von denen zwei Drittel fallabschließend bearbeitet wurden. In Zukunft wird im KundenCentrum auch die Online- und die Videoberatung verankert sein. Diese soll spätestens ab dem zweiten Halbjahr 2018 angeboten werden. Zudem soll das KundenCentrum in Zukunft auch zu erweiterten Öffnungszeiten zur Verfügung stehen. Ziel ist es, den Service auf Sicht 24/7 bereitzustellen.

Geschäftsentwicklung 2017 im Überblick

Parallel zu der intensiven Zukunftsarbeit hat die VerbundVolksbank OWL eG im Geschäftsjahr 2017 ihre Marktposition als führende genossenschaftliche Regionalbank in Ostwestfalen-Lippe weiter ausgebaut und bewiesen, dass sie das Vertrauen ihrer Mitglieder und Kunden genießt. Sowohl bei den Kundenkrediten als auch bei den Kundeneinlagen konnte sie ein nachhaltiges Wachstum über alle Kundengruppen und Regionen hinweg verzeichnen. Zudem hat sich 2017 als „Spitzenjahr“ im Wertpapiergeschäft erwiesen.

Sechs-Milliarden-Euro-Marke erstmals überschritten

Die Bilanzsumme stieg um 5,3 Prozent auf erstmals mehr als sechs Milliarden Euro. Damit gehört die VerbundVolksbank OWL eG weiterhin zu den zehn größten Instituten (Platz sieben) der mehr als 950 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland.

Eine Milliarde Euro neue Kredite

Auch 2017 hat die VerbundVolksbank OWL eG den heimischen Mittelstand und Privatkunden als verlässlicher Finanzierungspartner unterstützt. Insgesamt vergab die Bank rund eine Milliarde Euro neue Kredite (plus zehn Prozent). Damit erreichten die Kundenkredite einen neuen Höchststand von 4,1 Milliarden Euro.

Die besondere Stärke der VerbundVolksbank als Mittelstandsbank wird daran deutlich, dass 63 Prozent bzw. 2,6 Milliarden Euro des gesamten Kreditvolumens auf Investitionskredite an die heimischen Unternehmen entfallen. Die Kredite an Privatkunden machen rund 1,5 Milliarden Euro aus. Ein wesentlicher Teil davon entfiel auf die Baufinanzierungen. Insgesamt vergab die Bank 3.000 neue Baufinanzierungen mit einem Volumen von 161 Millionen Euro.

Der Bestand an Krediten für Investitionen in erneuerbare Energien lag mit 625 Millionen Euro weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Förderkredite für gewerbliche, landwirtschaftliche und wohnwirtschaftliche Zwecke stiegen um 13,8 Prozent auf über eine Milliarde Euro.

Mit 201 Millionen Euro offenen Darlehenszusagen war das Auftragsbuch zum Jahresende sehr gut gefüllt.

Spitzenjahr im Wertpapiergeschäft

„Auch 2017 haben wir unsere Mitglieder und Kunden intensiv beim Vermögensaufbau und bei der Vermögensanlage begleitet. Dabei können wir das vergangene Geschäftsjahr ohne Zweifel als Spitzenjahr für das Wertpapiergeschäft bezeichnen. In Tausenden von Beratungsgesprächen konnten wir unsere Kunden davon überzeugen, dass es sich lohnt, in Wertpapiere zu investieren, statt auf minimal verzinste Bankeinlagen zu setzen“, sagte Bittihn. „Voraussetzung dafür sei allerdings eine individuelle persönliche Beratung, die bei der VerbundVolksbank jedem Kunden offenstehe. „Ob Aktien, Fonds, innovative Festgeldanlagen bis hin zur Vermögensverwaltung – wir haben für alle Bedürfnisse und Anlage-Mentalitäten eine passgenaue Lösung“, sagte Bittihn.

Entsprechend erhöhte sich das Wertpapierumsatzvolumen um 38 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Der Kurswert aller Kundendepots stieg überdurchschnittlich um 17 Prozent auf zwei Milliarden Euro.

Das betreute Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen (Depots, Guthaben bei Versicherungen und Bausparguthaben) – nahm um 6,5 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro zu.

Insgesamt schlossen die Kunden der VerbundVolksbank 28.000 neue Vorsorgesparverträge (plus 52 Prozent) ab und markierten damit einen neuen Rekordwert. Auch hier setzten die Kunden auf die Entwicklungen an den Börsen. Der Hauptanteil entfiel auf Fondssparpläne.

Auch das Geschäftsfeld der Vermögensverwaltung hat 2017 weiter an Dynamik gewonnen. So stieg das verwaltete Vermögen um 34 Prozent auf mehr als 600 Millionen Euro. „Diese Zahlen sprechen für sich“, so Bittihn. Erfolgsgarant in diesem Segment sei insbesondere der unabhängige Vermögensverwalter „Werther und Ernst“, an dem die VerbundVolksbank mit 70 Prozent beteiligt ist. Zum dritten Mal in Folge hat das Team von „Werther und Ernst“ im vergangenen Jahr eine renommierte nationale Auszeichnung erhalten. Nach dem Sonderpreis für die erfolgreiche Neugründung in 2015 und der Note „Magna cum laude“ in 2016 haben „Handelsblatt“ und „Elite Report“ 2017 „Magna cum laude“ bestätigt. Damit ist „Werther und Ernst“ der einzige Vermögensverwalter in Ostwestfalen-Lippe, der sich zur Elite der Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum zählen darf.

Zu den vermögensverwaltenden Lösungen für kleinere Anlagebeträge ab 10.000 Euro zählt auch das hauseigene Pfau-StrategieDepot. Dieses verzeichnete 2017 eine im Vergleich zum Niedrigzins gute Wertentwicklung von 1,8 Prozent. Der Anteilspreis lag zum Jahresende bei 116,81 Euro. Das Fondsvolumen betrug rund 105,2 Millionen Euro.

Internationales Geschäft

Dass sich Kundennähe und Regionalität auszahlen, hat sich 2017 besonders wieder im „Internationalen Geschäft“ gezeigt. Das 16-köpfige Team des Kompetenzzentrums wickelte für die ostwestfälisch-lippischen Unternehmen 35.000 Transaktionen und Kurssicherungsgeschäfte mit einem Gesamtumsatz von rund einer Milliarde Euro ab. Dies entspricht einer Steigerung um zwölf Prozent. 

Immobiliengeschäft: Alles aus einer Hand

Ihre Stärken am ostwestfälischen Immobilienmarkt haben die Immobilientöchter der VerbundVolksbank auch 2017 mit der Philosophie „Vermittlung, Finanzierung, Verwaltung – alles aus einer Hand“ unter Beweis gestellt. 2017 konnten die OWL Immobilien GmbH und die BV Werther Immobilien GmbH ihr beurkundetes Objektvolumen deutlich um 25 Prozent auf rund 70 Millionen Euro steigern. Komplettiert wird das Angebot der Immobilienvermittlungsgesellschaften durch die OWL Immobilien Verwaltung GmbH, einen der größten Immobilienverwalter in der Region. Diese betreute zum Jahresende 4.200 Wohneinheiten in OWL (plus 5,3 Prozent).

Weiterhin überdurchschnittliches Ergebnis

Die erfreuliche Entwicklung in den verschiedenen Bereichen der Bank spiegelt sich auch in der Ertragsentwicklung wider. „Wir freuen uns, dass es uns in diesem herausfordernden Zinsumfeld mit dem seit Jahren einhergehenden Margenverfall erneut gelungen ist, durch unser gutes Wachstum im Kundengeschäft unseren Zinsüberschuss sogar wieder leicht zu steigern“, machte Bittihn deutlich. Dieser Zinsüberschuss erhöhte sich auf 110,8 Millionen Euro (Vorjahr: 110,2 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss legte insbesondere aufgrund des guten Wachstums im Wertpapiergeschäft kräftig um 8,1 Prozent auf 37,3 Millionen Euro zu. Der Personalaufwand (52,8 Millionen Euro) und der Sachaufwand (36,2 Millionen Euro) wurden trotz der Zukunftsinvestitionen weitestgehend auf dem Niveau des Vorjahres gehalten.

Das Geschäftsjahr 2017 schließt die VerbundVolksbank mit einem ordentlichen Betriebsergebnis vor Bewertung von 56,4 Millionen Euro beziehungsweise 0,97 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme ab. Damit liegt die VerbundVolksbank OWL eG weiterhin über dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe auf Verbandsebene. Aufgrund der guten konjunkturellen Situation in der Region und der stabilen Verfassung der heimischen Unternehmen wird das Ergebnis aus Bewertungen im Kreditgeschäft und in den Eigenanlagen nicht belastet. Nach Dotierung der Rücklagen und den Steuerzahlungen verbleibt ein Jahresüberschuss von voraussichtlich 14,6 Millionen Euro (Vorjahr: 14,4 Millionen Euro).

Die Cost-Income-Ratio – das Verhältnis von Aufwand und Ertrag – lag mit 62 Prozent auf dem Vorjahresniveau und fiel damit deutlich besser aus als der Durchschnittswert auf Verbandsebene.

Eigenkapitalbasis wird deutlich gestärkt

„Angesichts der Rahmenbedingungen in der Bankenbranche sind wir mit unserem Ergebnis sehr zufrieden. Dieses Ergebnis ermöglicht es uns, wieder eine attraktive Dividende an unsere Mitglieder auszuschütten. Gleichzeitig werden wir – vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung – unser Eigenkapital um deutliche 11,1 Prozent auf 531 Millionen Euro erhöhen. Damit stärken wir erneut unsere hochsolide und überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung als Basis für zukünftiges Wachstum“, sagte Bittihn. Aufsichtsrat und Vorstand wollen der Vertreterversammlung eine Dividende von insgesamt 5,5 Prozent vorschlagen.

110,4 Millionen Euro Wertschöpfung für die Region

2017 hat die VerbundVolksbank OWL eG mit 110,4 Millionen Euro zur Wertschöpfung in der Region beigetragen (Vorjahr: 108,9 Millionen Euro). Davon entfallen 19,7 Millionen Euro auf Steuerzahlungen, 34 Millionen Euro auf Aufträge an die heimische Wirtschaft, 52,8 Millionen Euro auf Gehälter und voraussichtlich 3,9 Millionen Euro auf die Dividende.

900.000 Euro für Vereine

Außerdem hat die VerbundVolksbank über das tägliche Bankgeschäft hinaus mit finanzieller und ideeller Unterstützung die Bürgergesellschaft vor Ort gestärkt. Fast 1.000 Vereine, Institutionen und Initiativen förderte sie mit rund 900.000 Euro. Dazu gehören Professuren und Institute an den Hochschulen OWLs, beispielsweise das Center for Sustainable Governance an der FHM Bielefeld, das Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) und das TecUp an der Uni Paderborn, das Jungstudierenden-Institut der Hochschule für Musik in Detmold, der Breitensport in den Vereinen der Dörfer und Städte, Projekte aus Kunst und Kultur, aber auch soziale Projekte wie beispielsweise die Bahnhofsmission, in der sich Auszubildende der Bank engagieren, oder die Tafeln in den einzelnen Kreisen.

Gut gerüstet für die neue Arbeitswelt

Per 31. Dezember 2017 beschäftigten die VerbundVolksbank und ihre Tochterunternehmen 974 Mitarbeiter, darunter rund 100 Auszubildende. „Vor fünf Jahren lagen wir noch bei 892 Mitarbeitern. Das heißt, wir haben die Zahl der Beschäftigten um neun Prozent erhöht. Daran wird deutlich, dass wir auch in der Personalentwicklung gegen den Trend unterwegs sind“, so Bittihn. Vom Fachkräftemangel sieht sich die VerbundVolksbank nicht betroffen. „Wir sind uns sicher, dass uns unser innovatives Bank-Konzept als Arbeitsgeber noch attraktiver macht und wir damit eine gute Antwort auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes haben. Mit dem Schritt hin zu einer agileren Organisation erfüllen wir schon jetzt die Erwartungen an eine neue Arbeitswelt, in der der Teamgedanke und das kreative Arbeiten im Netzwerk im Mittelpunkt stehen. Eine Regionalbank wie wir bietet den Mitarbeitern in Zukunft ganz neue Perspektiven, die man bisher in einer Bank so nicht vermutet hat.“

Die VerbundVolksbank OWL eG ist Hausbank für 231.000 Kunden, von denen 115.100 Mitglied sind. Sie unterhält 95 Standorte in fünf von sechs Kreisen in Ostwestfalen-Lippe, davon 57 Filialen und 38 SB-Stellen. Zudem stehen den Kunden 120 Geldautomaten zur Verfügung.

 

 

23. Februar 2018