Regionalinitiative „OWL 4.0“ startet neues Netzwerk

Netzwerk „Arbeit 4.0“ soll Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft schaffen

(v. l.) Klaus-Peter Jansen und Stefan Müller gaben mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Netzwerkerklärung den Startschuss für die Initiative.

Paderborn. Rund 50 Unternehmensvertreter aus den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe trafen sich am 15. November zur Gründungsversammlung des neuen Netzwerkes „Arbeit 4.0“, das sich die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt auf die Fahne geschrieben hat.

„Arbeit 4.0“ ist eines von zehn Projekten des Handlungskonzeptes „OWL 4.0“. Die OstWestfalenLippe GmbH will damit die Chancen der Digitalisierung nutzen, um Wachstum und Beschäftigung zu sichern sowie die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu stärken und Lösungen für ein besseres Leben und Arbeiten zu schaffen. Die OstWestfalenLippe GmbH hat das Handlungskonzept dazu gemeinsam mit 150 Partnern aus Hochschulen, Unternehmen, Kammern, Wirtschaftsförderungseinrichtungen, Brancheninitiativen und in Abstimmung mit den Fraktionen im Regionalrat entwickelt. Die Gründungsversammlung fand im VolksbankForum der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold statt, die Kooperationspartnerin des Netzwerkes „Arbeit 4.0“ ist.

Stefan Müller, Leiter Personalmanagement der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, und Klaus-Peter Jansen, OstWestfalenLippe GmbH und it’s OWL Clustermanagement GmbH, begrüßten die Unternehmensvertreter. Bei der Gründungsversammlung ging es für die Mitwirkenden vor allem darum, sich in zwei Arbeitsrunden für die gemeinsamen Schwerpunktthemen des Netzwerks zu entscheiden. „Wir wollen kein Netzwerk sein, bei dem die Themen schon vor Beginn feststehen, sondern uns ganz bewusst an den Interessen und Wünschen der Unternehmen ausrichten“, erläutert Klaus-Peter Jansen. Durch die Regionalinitiative „OWL 4.0“ entstehen für ganz OWL unter anderem mehrere „Lernende Netzwerke“ – eines davon für die Kreisregionen Paderborn, Höxter und Lippe.

Deutlich wurde, dass eine Vielzahl von Begriffen und Schlagwörtern zu Digitalisierung, „Industrie 4.0“ und „Arbeit 4.0“ derzeit auf sämtlichen medialen Kanäle präsent sind. Zugleich besteht ein enormer Klärungsbedarf, inwieweit Personalentwicklung, Personalgewinnung, Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation durch die Digitalisierung beeinflusst werden.

„Als regional stark präsenter Wirtschaftspartner erleben wir täglich, welchen großen Herausforderungen die Unternehmen der Region durch Digitalisierung ausgesetzt sind“, erklärt Stefan Müller. Gleichzeitig werde der technische Aspekt von Digitalisierung oft weit in den Vordergrund gerückt, sodass der Blick für die Veränderungen der Arbeitswelt insgesamt fehle. Klaus-Peter Jansen ergänzt: „Sich gemeinsam für eine optimale Gestaltung der Arbeitswelt in OWL einzusetzen war schon seit einiger Zeit unsere gemeinsame Idee. Hier und heute wird sie Realität und auch eine zentrale Herausforderung für die Partner.“

 

28. November 2016