Regionale Darstellungen schaffen „emotionale Bezugsräume“
Gemeinsame Kunstausstellung der Volksbank Brilon und des Museums Haus Hövener
Die Ausstellung eröffneten mit großer Freude (v. l.) Thorsten Wolff, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL eG, Heike Sondermann, Betreuerin der Kunst- und Kultursammlung der VerbundVolksbank OWL eG, Carsten Schlömer, Leiter des Museums Haus Hövener, und Stefan Kappius, Leiter BeratungsCenter Bahnhofstraße der Volksbank Brilon.
Brilon. Was gibt Orten eine Identität? Dieser Frage geht eine spannende Ausstellung nach, die jetzt im BeratungsCenter Bahnhofstraße der Volksbank Brilon zu sehen ist. Die Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL eG und das Museum Haus Hövener haben sich zusammengetan und stellen Gemälde aus ihren Kunstsammlungen zu den Themengebieten Wasser, Baum, Stadt und Mensch gegenüber. Die Exposition „Haus Hövener trifft Volksbank“ wurde am Dienstagabend feierlich eröffnet. Sie ist bis zum 15. April zu sehen.
Gezeigt werden insgesamt 27 Kunstwerke mit Darstellungen regionaler Motive aus dem Briloner Raum und Ostwestfalen-Lippe. „Zwischen unserer Bank und dem Museum Haus Hövener besteht eine langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft. Aus der gemeinsamen Überzeugung heraus, dass uns Themen wie Regionalität, Lebensraum, Kultur, Natur und Vielfalt wichtig sind, ist die Idee einer gemeinsamen Ausstellung entstanden. Wir freuen uns sehr, dass wir diese Idee nun in unseren Räumlichkeiten verwirklichen können“, betonte Thorsten Wolff, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der genossenschaftlichen Regionalbank für die Zweigniederlassung Volksbank Brilon zuständig ist.
Geplant wurde die Ausstellung von Heike Sondermann-Salzig, Betreuerin der Kunst- und Kultursammlung der VerbundVolksbank OWL eG, und Carsten Schlömer, Leiter des Museums Haus Hövener. „Wir fanden es spannend, einmal genauer zu betrachten, wieviel Verbindendes es in den Werken mit regionalen Motiven gibt, die in unseren Kunstsammlungen schlummern“, erklärt Heike Sondermann-Salzig. Aus den Gesprächen ergab sich die Idee, ausgewählte Werke unter die Oberbegriffe Wasser, Baum, Stadt und Mensch zu stellen. „Die Darstellungen von Flüssen, Mühlen, Wäldern, Stadtmauern, Berufen oder Festen schaffen für uns als Betrachtende emotionale Bezugsräume“, so Heike Sondermann-Salzig.
Für das Museum Haus Hövener ist die Ausstellung sogar eine Premiere, denn erstmals stellt es außerhalb des eigenen Hauses aus. Laut Carsten Schlömer haben die Briloner ein hohes Interesse an regionaler Geschichte. „Tradition und kulturelle Identität werden auf Leinwand bewahrt. Viele Briloner Künstlerinnen und Künstler haben mit Pinsel und Farbe ein Spiegelbild der Region geschaffen. Sie spielen mit Eindrücken und Erinnerungen. In den Gemälden zeigt sich, wie Kultur das Leben trifft“, erklärte Schlömer im Rahmen der Ausstellungseröffnung.
Aus dem Haus Hövener ist das Gemälde „Stadt Brilon um 1750“ von Walter Hemming (1894-1979) ein besonderes Highlight. Die VerbundVolksbank OWL eG steuert zum Beispiel die Werke „Teichufer mit Büschen“ und „Bäuerin im Feld“ des Paderborner Künstlers Willy Lucas (1884-1918) bei, die seit 2009 nicht mehr öffentlich ausgestellt wurden.
04. März 2026