Neuer Impuls für Auseinandersetzung mit Max Tietz
Ausstellung mit Werken des Künstlers beim Bankverein Werther
(v. l.) Heike Sondermann, Betreuerin der Kunst- und Kultursammlung der VerbundVolksbank OWL eG, Detlef Kropp, Direktor Bankverein Werther, Sven Möller, Leiter BeratungsCenter Werther, und Udo Lange, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Werther, eröffneten die diesjährige Max Tietz-Ausstellung.
Werther. Seit vielen Jahren pflegt der Bankverein Werther, Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL eG, den Nachlass des heimischen Künstlers Max Tietz. Um die Erinnerung an ihn und sein Werk wachzuhalten, ist nun im BeratungsCenter der Bank in der Ravensberger Straße eine neue Ausstellung mit dem Titel „Die Verwandlung von Form und Jahreszeit“ eröffnet worden.
Als Betreuerin der Kunst- und Kultursammlung der genossenschaftlichen Regionalbank hat die Kunsthistorikerin Heike Sondermann-Salzig für diese Ausstellung einen besonderen Ansatz gewählt. Zu sehen sind neben 15 Aquarellen, Zeichnungen und Gemälden von Max Tietz auch acht weitere Werke aus der Sammlung der VerbundVolksbank OWL eG von anderen Künstlern aus OWL, darunter Willy Lucas, Prof. Michael Pick, Vera Greff, Heinrich Schelhasse und Edith Wulf. Der Schwerpunkt liegt auf herbstlichen und winterlichen Motiven, die Stile sind sehr unterschiedlich – von naturalistisch über impressionistisch und expressionistisch bis abstrakt.
„Wir haben die Ausstellung dialogisch aufgebaut. Die Kunstwerke von Max Tietz korrespondieren mit den Werken aus unserer Sammlung. Manche Kunstwerke zeigen augenfällig viele Gemeinsamkeiten, andere sind extrem unterschiedlich in stilistischer und farblicher Hinsicht“, erklärt Heike Sondermann-Salzig den besonderen Reiz des Ausstellungskonzepts.
Die Ausstellung läuft bis zum 27. November und ist während der Öffnungszeiten des BeratungsCenters, Ravensberger Straße 23, kostenlos zugänglich. „Max Tietz hat hier in Werther tiefe Spuren hinterlassen. Wir freuen uns, mit dieser Ausstellung einen neuen Impuls für die Auseinandersetzung mit dem zu geben, was er uns hinterlassen hat“, betonen Detlef Kropp, Direktor des Bankverein Werther, und Sven Möller, Leiter des BeratungsCenters in Werther. Zur Ausstellungseröffnung begrüßten sie unter anderem den stellvertretenden Bürgermeister von Werther, Udo Lange.
Der gebürtige Berliner Max Tietz kam 1919 im Alter von 28 Jahren als Flüchtling nach Werther. Bis zu seinem Tod 1964 blieb die Stadt seine Heimat. Neben seinem Wirken als Künstler arbeitete er als Lehrer an der Volksschule und engagierte sich gesellschaftlich als Leiter der Stadtbücherei sowie als Dirigent und Vorsitzender des Männergesangvereins „Liedertafel“.
05. November 2026