Login Online-Banking

Mitglieder profitieren von positiver Geschäftsentwicklung im Jahr 2025

Vertreterversammlung der VerbundVolksbank OWL eG stimmt Ausschüttung von 10,5 Millionen Euro zu

Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder der VerbundVolksbank OWL eG stehen auf der Bühne.

Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL eG, Frank Sievert, Vorstandsmitglied, die wieder gewählten Aufsichtsratsmitglieder Mark Becker, Dr. Georg Böcker, Mona Niggemeyer-Hollmann und Dr. Wolfgang Zündorf, Ina Kreimer und Thorsten Wolff, Vorstandsmitglieder, und Peter Gödde, Aufsichtsratsvorsitzender

Paderborn/OWL/Altkreis Brilon. Noch nie in ihrer über 164-jährigen Geschichte hat die VerbundVolksbank OWL eG ihre Mitglieder mit einer so hohen Gesamtsumme am Gewinn beteiligt wie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Für die mehr als 167.600 Anteilseigner wird eine Rekordsumme in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro ausgeschüttet. Das entspricht einer Dividende von 4,0 Prozent, die jetzt von der Vertreterversammlung, dem höchsten Gremium der genossenschaftlichen Regionalbank, beschlossen wurde.

Rund 180 Vertreterinnen und Vertreter kamen im Schützenhof in Paderborn zusammen. Einstimmig folgten Sie dem gemeinsamen Vorschlag des Aufsichtsrats und des Vorstands, die Mitglieder neben der Basisdividende von 3,0 Prozent erneut mit einer Bonusdividende von 1,0 Prozent vom Erfolg des Geschäftsjahres profitieren zu lassen. „Wir haben ein ertragsstarkes Jahr 2025 hinter uns, und das soll für unsere Mitglieder spürbar sein“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ansgar Käter.

In seinem Vorstandsbericht betonte Ansgar Käter, dass das Geschäftsjahr 2025 von einer verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland geprägt war: „Es gab eine leichte Stabilisierung, aber keine durchschlagende konjunkturelle Erholung. Dabei spielten weltwirtschaftliche Unsicherheiten genauso eine Rolle wie strukturelle Herausforderungen für die Wirtschaft. Unsere stark mittelständisch geprägte Wirtschaftsregion befindet sich in einem fordernden Transformationsprozess.“

Angesichts dieser anspruchsvollen Rahmenbedingungen blickte er sehr zufrieden auf das erfolgreiche Geschäftsjahr 2025 der VerbundVolksbank OWL eG zurück. Der deutliche Anstieg sowohl im Kreditgeschäft (um 7,4 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro) als auch im Einlagengeschäft (um 3,8 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro) sei ein starker Ausdruck für das Vertrauen der Mitglieder und Kunden. „Unsere Bank wird als stabiler Anker wahrgenommen, die Verantwortung dafür übernimmt, dass Unternehmen notwendige Transformationen, zum Beispiel im Bereich der betrieblichen Modernisierung, der Energiewende und der Digitalisierung, vor Ort finanzieren können“, befand Ansgar Käter.

Auf der Ergebnisseite sorgte die Ertragsstärke der Bank dafür, dass steigende Kosten überkompensiert werden konnten. Das Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 144,1 Millionen Euro belegt, wie profitabel und effizient die Bank wirtschaftete. Besonders glücklich schätzte sich Ansgar Käter darüber, dass die VerbundVolksbank OWL eG weiter erfreuliche Erfolge in der Mitgliedergewinnung verzeichnet. Fast 7.200 neue Teilhaber zeichneten im vergangenen Jahr Geschäftsanteile. Die Gesamtzahl der Mitglieder stieg dadurch auf 167.631 (Stichtag 31.12.2025), einen neuen Höchststand in der langen Bankgeschichte.

Peter Gödde, Vorsitzender des Aufsichtsrats der VerbundVolksbank OWL eG, bedankte sich beim Vorstand und dem Bankteam für die erfolgreiche Arbeit und gab sich zuversichtlich, „dass die Bank ihren Kurs des qualitativen Wachstums fortsetzen wird“. Einstimmig erteilte die Vertreterversammlung dem Aufsichtsrat und dem Vorstand die Entlastung.

Im Aufsichtsrat standen Wahlen auf dem Programm. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden die Aufsichtsratsmitglieder Mark Becker, Geschäftsführender Gesellschafter der Gebr. Becker GmbH & Co. KG in Höxter, Dr. Georg Böcker, Geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Böcker GmbH & Co. KG in Minden, Mona Niggemeyer-Hollmann, Geschäftsführende Gesellschafterin der Niggemeyer GmbH Fahrzeug-Lackiertechnik in Paderborn, und Dr. Wolfgang Zündorf, Wirtschaftsprüfer aus Bielefeld.

Nach dem Abschluss der Versammlung erlebten die Vertreterinnen und Vertreter einen hochaktuellen Impulsvortrag von einer der bedeutendsten Managerinnen Deutschlands. Julia Jäkel, frühere CEO bei Gruner + Jahr, sprach über die „Chance für Deutschland – wie Strukturreformen unser Land wieder handlungsfähig machen“. Im November 2024 gründete sie zusammen mit den ehemaligen Bundesministern Thomas de Maizierè und Peer Steinbrück sowie dem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle die „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“, die konkrete Reformvorschläge erarbeitete, um das Vertrauen der Bürger in das freiheitliche Gemeinwesen wiederherzustellen.

Jäkel berichtete über die Arbeit der Initiative und beschrieb anhand praktischer Beispiele den Alltag von Unternehmen und Bürgern: „Wir haben uns als Land verheddert, sind überbürokratisch, weil wir nie an die Wurzel des Problems gegangen sind. Der Staat muss zu einem neuen Verhältnis zu seinen Bürgern und Unternehmen finden, im Sinne eines Vertrauensvorschusses.“

Zugleich machte Jäkel aber auch deutlich, dass der staatliche Reformprozess tiefgreifender sei als es von der Bevölkerung wahrgenommen werde. Als Beispiele nannte sie das neue Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, das „schnell in Schwung“ gekommen sei. Auf Bund-Länderebene sei eine „föderale Modernisierungsagenda“ beschlossen worden, die rund 200 Maßnahmen enthalte, um den Staat schneller, digitaler und effizienter zu machen. Es gehe etwas voran in Deutschland, von wegfallenden Berichtspflichten bis zu mehr Gestaltungsfreiheit. Abweichungsregelungen für Gesetze würden auf Länderebene inzwischen intensiver genutzt, um Erfordernissen vor Ort besser gerecht zu werden.

Was noch fehle, sei eine klare Steuerung. Jäkel appellierte: „Das Fenster ist jetzt auf, um Dinge voranzutreiben. Wir, die im wirtschaftlichen Kontext agieren, müssen Licht dahin scheinen lassen, wo es vorangeht im Land. Wir müssen den Mutigen Mut machen, weitere Schritte zu einer umfassenden Staatsmodernisierung zu unternehmen.“     

 

03. Juni 2026

Der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende der VerbundVolksbank OWL eG stehen gemeinsam mit der Gastreferentin Julia Jäkel auf der Bühne.

Ansgar Käter (links), Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL eG, Julia Jäkel, Medienmanagerin und Gastreferentin, und Peter Gödde, Aufsichtsratsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL eG